Die Erzählung Der Fennek aus Ytterbium von M. Chomp beschreibt die Reise des Ich-Erzählers und sein Vorhaben, Gold zu finden. Allerdings will er seine Suche gerade dort beginnen, wo das Unternehmen die besten Chancen hat, zu scheitern: In der Wüste. Zunächst bricht er ein Studium ab, auf das er sich von Anfang an nicht einlassen konnte, verschwindet aus der Stadt und steht ohne Geld da. Andernorts findet er durch Zufall eine Unterkunft und wird am Musikkonservatorium aufgenommen, was er jedoch bald wieder abbricht. Schnell wird ihm klar, dass die einzig wirklich sinnvolle Konsequenz aus seinen Überlegungen und Erlebnissen nur in einer Handlung maximaler Absurdität bestehen kann. Folglich beginnt er, eine Expedition zu organisieren und kontaktiert einen alten Freund, der sich entschließt, mitzumachen. Ihre Reise verläuft über mehrere Etappen bis hinaus in die offene Wüste.
Form
Man könnte die Erzählung als eine Mischung aus poetischen Alltags- und Naturbetrachtungen, philosophischen Reflexionen und ironischer Selbstdistanzierung charakterisieren. Dabei pendelt der Sprachstil zwischen Erhabenheit und Gosse, kritischem Ernst und absurdem Humor. Die Textgestalt ist unkonventionell und folgt nicht unbedingt den Regeln der deutschen Rechtschreibung. Das Lektorat des Verlags überarbeitete den Text, wollte ihn jedoch nicht vollständig mit der deutschen Grammatik in Übereinstimmung bringen, weil die Erzählung sonst entstellt worden wäre. Nebenbei bemerkt überrascht es auch nicht weiter, dass sich die Auflehnung des Protagonisten bis in die Sprachstruktur hinein auswirkt.
Buch
Das Buch mit der ISBN-Nummer 978-3-9814170-0-5 ist am 31.01.2011 erschienen, hat 256 Seiten und ist fadengeheftet sowie hardcovergebunden. Das rote Buchleinen des Umschlags wurde im Siebdruckverfahren mit der Handschrift des Autors versehen.
Den Offsetdruck leistete die Firma Stöckel in Mannheim, das Buchleinen wurde von der Firma rs-etiketten in Großheubach bedruckt, die Buchbindearbeiten führte die Firma Schaumann in Darmstadt aus.
Autor
M. Chomp kam als ältestes Kind einer fünfköpfigen Familie in einem kleinen Dorf im Tessin zur Welt. Seine Jugend- und Schulzeit verbrachte er in einem Internat. Nach dem Abitur begann er eine Ausbildung zum Apotheker, die jedoch ihr jähes Ende fand. Es folgten einige Jahre als Hilfsarbeiter und eine anschließende Ausbildung zum Baugeräteführer. Bereits im Internat träumte M. Chomp davon, die Welt zu sehen. Als er sich genug Geld zusammengespart hatte, verwirklichte er sich diesen Traum und bereiste Afrika, Asien und die Antarktis. Der Fennek aus Ytterbium entstand wahrscheinlich unmittelbar nach dieser Reise.
© 2015 Fennek-Verlag